In der Ferne

Urlaub in den Niederlanden

Tourdaten:

Länge: ca. 8,2 km
Reine Gehzeit:  ca. 2 Stunden
Saison: Immer

Bemerkungen:

Eine abwechslungsreiche, entspannte Wanderung, die Natur, Geschichte und Wasser ideal miteinander verbindet

Unsere heutige Rundwanderung beginnt auf einem einsamen Parkplatz mitten im Verse Bos. Der Weg führt zunächst auf schmalen Pfaden durch den Wald. Ruhig ist es hier. Nur Vogelstimmen und das Rascheln der Blätter begleiten die ersten Schritte. Gleich zu Beginn der Wanderung sorgen zwei besondere Übergänge für Abwechslung: Zuerst geht es über eine Schwimmbrücke, die leicht schwankend auf dem Wasser liegt, kurz darauf über eine Hängebrücke, ein echtes Abenteuer für Nia.
Über einen idyllisch im Wald gelegenen Campingplatz laufen wir nun weiter in Richtung Veere.Veere ist ein kleines, historisches Städtchen mit viel Charme. Der Hafen, die alten Häuser und die ruhige Atmosphäre machen den Ort zu einem lohnenden Zwischenziel. Besonders sehenswert ist die Festungsanlage mit ihren massiven Wällen und dem Tunnel, durch den man hindurchgehen kann und der einen spannenden Eindruck von der früheren Verteidigung des Ortes vermittelt. In und um Veere begegnet man immer wieder kleinen manuellen Fährverbindungen, die von Hand betrieben werden. Gut sichtbar ist auch die Windmühle, die das Stadtbild prägt.
Veere ist eine historische Stadt in der niederländischen Provinz Zeeland, deren Entwicklung eng mit dem Wasser verbunden ist. Die Ursprünge Veeres reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als sich aus der Siedlung Kampvere ein Hafenort entwickelte. Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte Veere eine wirtschaftliche Blütezeit. Als sogenannter „Scottish Staple Port“ war die Stadt der wichtigste Handelsplatz für den schottischen Wollhandel auf dem europäischen Festland. Diese Verbindung brachte Wohlstand, internationale Kontakte und repräsentative Bauwerke wie das Rathaus und die Grote Kerk hervor. Ab dem 17. Jahrhundert verlor Veere jedoch an Bedeutung. Der Hafen versandete, Handelsrouten verlagerten sich, und größere Städte übernahmen die wirtschaftliche Führungsrolle. Veere wurde zunehmend von Fischerei und Landwirtschaft geprägt und blieb eine eher kleine, ruhige Stadt. Das Veerse Meer entstand erst im 20. Jahrhundert. Im Rahmen der Deltawerke wurde 1961 das frühere Seegat zwischen Nordsee und Oosterschelde durch Dämme abgeschlossen. Dadurch wandelte sich das salzige Gewässer zu einem Binnensee mit Süß- und später Brackwasser. Heute ist das Veerse Meer ein bedeutendes Natur- und Freizeitgebiet für Wassersport, Tourismus und Naturschutz. Gemeinsam prägen Veere und das Veerse Meer das kulturelle und landschaftliche Erbe der Region Zeeland.
Der Rückweg führt über die Deiche. Diesmal nehmen wir nicht die Fähre, sondern wir laufen durch den Tunnel der alten Festungsanlage. Auf dem Deich genießen wird den schönen Ausblicken auf das Verse Meer. Schließlich erreicht man wieder den Verse Bos, und die Runde schließt sich – eine abwechslungsreiche, entspannte Wanderung, die Natur, Geschichte und Wasser ideal miteinander verbindet.
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